"Ballett ist die Verbindung von Kraft, Eleganz und unendlicher Leidenschaft."

LEXIKON (WAGANOWA SYSTEM)

GRUNDELEMENTE (POSITIONEN)

ARMPOSITIONEN (WAGANOWA)

Vorbereitungsposition – Arme unten vor dem Körper (weich gerundet)
1. Position – Arme vor dem Bauch, Ellbogen leicht gebeugt, weiche ovale Form
2. Position – Arme seitlich geöffnet, weich gerundet, Schultern tief, Ellbogen leicht angehoben
3. Position – Arme über dem Kopf. leicht gerundet (ovale Form), ohne Spannung in den Schultern

FUSS-POSITIONEN

1. Position – Fersen zusammen, Zehen außen gedreht

2. Position – breite geöffnete Position zur Seite

3. Position – ein Fuß vor dem anderen (Ferse am Fußgewölbe)

4. Position – parallel versetzt (Vor- und Rückposition)

5. Position – geschlossene Position (Ferse an Zehen)

6. Position – parallele offene Position (Füße hüftbreit, Zehen nach vorne, nicht ausgedreht; meist Vorstufe für Technik, nicht klassische en-dehors-Arbeit)

1. GRUNDBEGRIFFE

Révérence – Verbeugung vor Lehrer oder Publikum 

Allongé – verlängert; lange, gestreckte Linie der Arme und des Körpers 

Bras – Arm 

Préparation – Vorbereitung 
Pied – Fuß 

Grand – groß 

Petit – klein 

Adagio – langsame, kontrollierte Bewegungen 

Petit Allegro – kleine Sprünge 
Grand
Allegro – große Sprünge

2. KÖRPER & TECHNIK

Spielbein – arbeitet ohne Gewicht 

Standbein – trägt das Körpergewicht 

Cambré – Rück- oder Seitbeuge des Oberkörpers 

Relevé – auf halbe Spitze / Spitze steigen 

Passé – Bein führt am Knie vorbei oder hält dort 

Cou-de-pied devant – Zehen am Sprunggelenk vorne 

Cou-de-pied derrière – Ferse am Sprunggelenk hinten

3. RICHTUNGEN (PLACEMENT)

En face – frontal zum Publikum 

Épaulement – leichte Drehung von Schultern und Kopf 

Croisé – gekreuzte Stellung 

Effacé – offene Stellung (Beine sichtbar)

Écarté devant / derrière – diagonal geöffnet 

Devant – nach vorne 

Derrière – nach hinten

À la seconde – zur Seite 

En dehors – nach außen gedreht 

En dedans – nach innen gedreht 

En croix – Bewegung im Kreuz (vor – Seite – hinten – Seite)

4. PORT DE BRAS (WAGANOWA - 6 FORMEN) + SEITLICHE BEWEGUNG

1. Port de bras – Arme gehen von der Vorbereitung in die 1. 3. 2. Position und zurück

2. Port de bras – Armeführung über 2. und 3. Position und zurück in die Ausgangsposition

3. Port de bras – Arme wie in 1. Port de bras, kombiniert mit Vorbeuge und/oder Cambré 

4. Port de bras – Armeführung in die 4. Arabesque-Position und zurück in die Ausgangsposition

5. Port de bras – Kreisbewegung des Oberkörpers ohne Schritt
6. Port de bras – gleiche, wie Por de Bra 5., aber mit großem Ausfallschritt (grand)+ Seitliche Beugung (Cambré de côté). Arme verlängern die Körperlinie elegant

5. STANGE (BARRE - REIHENFOLGE)
Plié (demi / grand plié)

= Beugen beider Knie bei aufrechter Haltung

→ Vorbereitung für alle Sprünge und Drehungen
→ Beine beugen, Fersen bleiben je nach Position am Boden oder heben sich

= gestrecktes Gleiten des Fußes am Boden

→ Bein bleibt gestreckt, Fuß „arbeitet“ vom Standbein weg und zurück
→ reine Bein-/Fußstreckung ohne Gewichtsverlagerung

= „geworfenes“ tendu

→ Fuß hebt leicht vom Boden ab (kleiner Kick in die Luft)
→ aktive Beinöffnung aus der Hüfte

= „gestochenes“ Tendu Jeté

→ Fuß „tippt/stecht“ in den Boden und wird schnell wieder gelöst
→ präzise Fuß- und Beinaktivität

= Kreisbewegung des Beins am Boden

→ Bein bleibt gestreckt, Bewegung aus der Hüfte
→ Hüftrotation + Beinführung

= gleichzeitiges weiches Beugen und Strecken der Beine

→ meist: beide Knie beugen, dann Streckung
→ kontrollierte Bein-Koordination (kein Oberkörperfokus!)

Ja, wir bieten regelmäßig offene Stunden an. Die genauen Termine finden Sie auf unserer Homepage unter „Aktuelles“.

= Beinkreis in der Luft

→ Spielbein zeichnet Kreise
→ isolierte Hüft- und Beinführung

= kleine schnelle Wechselbewegung am Unterschenkel

→ Knie bleibt meist stabil
→ präzise Fuß-/Unterschenkelkoordination

= langsames Herausziehen und Strecken des Beins

→ über passé nach vorne/seitlich/hinten
→ kontrollierte Beinverlängerung aus der Hüfte

= langsames Heben des gestreckten Beins

→ ohne Beugung
→ ruhige, kontrollierte Beinhebung

= großer Beinschwung

→ kräftiges Heben des gestreckten Beins in die Luft
→ große Hüft- und Beinbewegung

= doppelte Ausführung der Bewegung

→ verstärkte Beinaktion / Rhythmusverdopplung

= kontrolliertes „Hinüberfallen“ in eine Position

→ Gewichtsverlagerung von einem Bein aufs andere
→ klarer Wechsel des Standbeins

6. SPRÜNGE (SAUTÉ / ALLEGRO)
Sauté

= Oberbegriff für alle Sprünge

-> Absprung und Landung erfolgen über die Beine (beide Beine oder ein Bein)
-> Kraft kommt aus Plie (Kniebeugung) + Fußarbeit

= Sprung von geschlossenen Beinen in eine offene Position

→ Beine springen auseinander (z. B. 5. Position → 2. Position)

= gleitender Verbindungssprung, ein Bein „zieht“ das andere mit

→ seitliche Beinführung + kontrolliertes Gleiten über den Boden

= Beine „sammeln“ sich in der Luft und schließen zusammen

→ Absprung von einem Bein, Landung auf zwei Beinen
→ Spielbein trifft Standbein in der Luft

= Sprung von einem Bein aufs andere, ein Bein wirft sich in die Luft, das andere folgt

→ klarer Wechsel von Standbein zu Landebein

= Sprung von zwei Beinen auf ein Bein (oder Varianten)

→ oft aus geschlossener Position
→ ein Bein arbeitet aktiv, das andere trägt die Landung

 

= schneller Fußwechsel in der Luft, Beine wechseln vorne/hinten

→ symmetrische Beinaktion aus dem Sprunggelenk

= „Katzensprung“, beide Beine ziehen sich nacheinander hoch (meist passé-Position)

→ sehr aktive Hüft- und Kniearbeit

= großer Katzensprung, gleiche Idee, aber mit großer Streckung in der Luft

→ starke Beinöffnung + Höhe aus der Hüfte

= Sprung auf demselben Bein, Absprung und Landung auf dem gleichen Bein

→ Kontrolle im Standbein (Balance + Kraft)

= ein Bein schlägt das andere in der Luft, Beine treffen sich und „klatschen“ kurz zusammen

→ explosive Beinspannung in der Luft

= „gebrochener“ Sprung, Beine kreuzen und schlagen schnell auseinander

→ sehr schnelle Beinwechselbewegung in der Luft

= federnder, „aufgeblasener“ Sprung, ein Bein streckt sich, das andere folgt weich

→ elastische Beinführung mit weicher Landung

= schaukelnder Sprung, Beine wechseln weich in der Luft hin und her

→ rhythmische Beinführung mit Gewichtsschwankung

= weicher Übergangssprung, ein Bein führt, das andere folgt in fließender Bewegung

→ kontrollierter Beinwechsel mit „Gleiten“

= halbrunder Schritt (auch gesprungen), Beine führen eine Halbkreisbewegung aus

→ Hüfte + Beinrotation im Rhythmus

= Sprungdrehung in der Luft, Absprung meist von zwei Beinen, Drehung in der Luft

→ Beine schließen und halten die Rotation stabil

= großer, „verschlungener“ Sprung, Beine wechseln sich in großer Öffnung in der Luft ab

→ sehr große Hüft- und Beinlinie im Raum

7. DREHUNGEN
Pirouette

= Drehung auf einem Bein, Standbein trägt das gesamte Körpergewicht

-> Spielbein ist mein in retiré-passé
-> Balance, Fußarbeit und Hüftkontrolle sind entscheidend

= Drehung mit „Einstich“, auf gestrecktes Bein direkt in die Drehung steigen

→ jedes Mal wechselt das Standbein aktiv
→ Bein „sticht“ in den Boden und trägt die Rotation

= Drehung auf beiden Füßen, ein Fuß zieht den anderen in die Drehung

→ Beine arbeiten eng zusammen in geschlossener Position
→ kontrollierter Beinwechsel ohne Sprung

= Drehung mit gebeugtem Spielbein, Standbein dreht, Spielbein bleibt in attitude (gebeugt)

→ Beinposition stabilisiert die Drehung

= Drehung in Arabesque-Position, ein Bein trägt, das andere ist gestreckt nach hinten

→ Balance zwischen Standbein und verlängertem Bein

= schneller Beinwechsel als Impuls für Drehung, Bein „peitscht“ nach vorne/hinten und erzeugt Schwung

→ dynamische Beinaktion zur Drehkraft

FOUETTÉ (FORMEN)
1. Fouette en tournant (klassisch / 32 Fouettés)

Standbein dreht, Spielbein „peitscht“ zur Seite und zurück -> jede Bewegung erzeugt eine Drehung

Spielbein bleibt stabil, Körper dreht um diese Achse

Spielbein führt eine Kreisbewegung (à la seconde → passé), daraus entsteht die Drehung

Sprung mit Fouetté-Impuls

großes Ausschlagen des Beins als Energie- und Linienarbeit

8. MITTE (CENTRE / ADAGIO & VERBINDUNGEN)

Temps lié – fließende Gewichtsverlagerung
Adagio – langsame Kombinationen
Balance – Gleichgewicht halten
Promenade – langsames Drehen auf einem Bein
Pas des bourrée – kleine Schrittfolge

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